Chinesisch

Etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung spricht Chinesisch als Muttersprache. Zwar leben die meisten Chinesen in China, aber auch in anderen Ländern Asiens wie Taiwan und Singapur und als Minderheiten in weiteren Ländern Südostasiens. Außerdem leben viele Chinesen in Europa und Amerika und pflegen dort ihre Sprache und Traditionen.

Die Wurzeln der chinesischen Sprache, Schrift und Kultur reichen etwa 5.000 Jahre zurück. Chinesische Philosophie, Ethik und Kunst prägen den gesamten ostasiatischen Raum bis heute.

Seit der Öffnung und rasanten Entwicklung Chinas wurde die wirtschaftliche, politische und künstlerische Bedeutung auch außerhalb Ostasiens immer stärker wahrgenommen. Zahlreiche chinesische Studenten, Geschäftsleute und Touristen kommen nach Europa und speziell nach Deutschland.

Es lohnt also, sich mit Sprache, Kultur und Traditionen Chinas zu beschäftigen.

Chinesisch lernen am Herder-Gymnasium

Die Schülerinnen und Schüler können Chinesisch ab der 8. Klasse als 3. Fremdsprache wählen. Chinesisch kann dann in der Oberstufe als Grundkurs bis zum Abitur fortgesetzt und als 3., 4. oder 5. Prüfungsfach belegt werden.

Die chinesische Schrift ist keine Lautschrift, sondern eine Zeichenschrift. Daher wird als Zwischenschritt auch das Pinyin erlernt, eine Art alphabetischer Umschrift der gesprochenen Sprache, des Mandarin.

Neben Schriftzeichen und Pinyin wird selbstverständlich auch die gesprochene Sprache erlernt. Dies geschieht klassisch mit Lehrbüchern und Rollenspielen aber auch moderneren Hilfsmitteln wie Computern oder - in der Oberstufe - auch mit dem Smartphone.

Neben Schrift und Sprache werden auch kulturelle Traditionen vermittelt.

Ein Austauschprogramm mit einer Schule in Taipei ist in Vorbereitung. Die Teilnahme der Chinesisch lernenden Schüler der 10. Klasse hat Priorität. Falls noch Plätze frei sind, können auch andere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe teilnehmen.

Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg

Chinesisch: Die wachsende Bedeutung Chinas in Wirtschaft und Politik führt bei Jugendlichen zu einem immer größeren Interesse. Durch das Erlernen der chinesischen Sprache (des Mandarin) wird es den Schülerinnen und Schülern möglich, das Verständnis für die chinesische Kultur zu vertiefen. Die in der Schule erlangte Vertrautheit mit der chinesischen Sprache, Gesellschaft und Kultur kann später der Schlüssel zu beruflichen Tätigkeiten im Rahmen der historisch gewachsenen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu China sein.

Chinesisch als Fremdsprache bietet die Möglichkeit, eine nichteuropäische Sprache zu erlernen und erste intensive Erfahrungen mit einer asiatischen Kultur zu sammeln. Sowohl in der Schrift- und Sprachentwicklung als auch hinsichtlich soziokultureller Aspekte unterscheidet sich Chinesisch wesentlich von den europäischen Sprachen. Durch die Vermittlung des anders gearteten Systems von Schrift und Sprache im Chinesischen wird das Verstehen anderer Denk- und Wahrnehmungsstrukturen gefördert. Dies stellt für die Schülerinnen und Schüler eine anspruchsvolle Herausforderung und eine interkulturelle Bereicherung dar.

Quelle: Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Hochschulen mit chinawissenschaftlichen Studiengängen sind zu finden im Wikipedia-Artikel Sinologie.

Frau Liu