Workshop zum Thema „Mein Olympia“ am Herder-Gymnasium

von Carys

Am Dienstag, dem 27.02.2018, fand in unserer Schule in Zusammenarbeit mit der deutschen Olympischen Gesellschaft ein Workshop zum Thema „Mein Olympia“ statt. Als prominente Gäste waren zwei erfolgreiche deutsche Olympiateilnehmer eingeladen. Annika Schleu belegte im Modernen Fünfkampf u.a. einen 4. Platz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 und bereitet sich bereits auf die nächsten Sommerspiele vor. Tobias Schellenberg erkämpfte 2004 in Athen eine Silbermedaille im Synchron-Wasserspringen und hat seine Karriere als Leistungssportler mittlerweile beendet.

Im ersten Teil des Workshops, wurden die beiden Sportler im Mehrzweckraum der Schule von den Schülern des Kurses Sporttheorie interviewt. Die Fragestellungen zu den jeweiligen Sportarten, den individuellen Erfahrungen im Sport und bei den Olympischen Spielen sowie zu sportpolitischen Aspekten hatten die Schüler des 4. Semesters zuvor im Rahmen des Kursunterrichts ausführlich vorbereitet.

Nach einer kurzen Vorstellung schilderten beide Olympioniken ihre Trainingsgestaltung. So erhielten wir aus erster Hand sehr ausführliche Einblicke in das Leben als Leistungssportler. Es wurde deutlich, dass die professionelle Ausübung einer Sportart tägliches Training in vielen Bereichen bedeutet, oft gepaart mit einem gleichzeitigen Studium. Außerdem wurde die hohe Erwartungshaltung an die Sportler bei großen Wettkämpfen besprochen. Die Sportler bemängelten hierbei unter anderem, dass großartige Leistungen, die nicht zu einer Medaille führten, von der breiten Öffentlichkeit nicht als solche Leistungen gewürdigt werden würden.

Neben Fragen zu den Olympischen Spielen und der Vorbereitung im Training wurden auch Themen angesprochen, die in Verbindung mit den Olympischen Spielen sehr häufig diskutiert werden. Hierbei standen „Doping“ und „Kommerzialisierung der Olympischen Spiele“ im Vordergrund. Beide Olympioniken distanzierten sich klar vom Doping. Zudem erklärten sie, eine gewisse Nutzung der Olympischen Spiele als Instrument der Politik zu erkennen, betonten aber auch, sich als Athleten verstärkt auf den Wettkampf zu konzentrieren.

Auch brandaktuelle Geschehnisse bei den Winterspielen in Südkorea wurden kurz thematisiert. Abschließend waren Fragen aus dem Publikum möglich, welche für eine interessante Diskussion des Themas „E-Sports und Olympische Spiele“ sorgten.

Im anschließenden praktischen Teil bekamen wir, die Schülerinnen und Schüler der Kurse Sporttheorie und Sportschwimmen, von Annika Schleu und Tobias Schellenberg in der Sporthalle typische Übungen aus ihren jeweiligen Sportarten demonstriert .

Wir teilten uns in zwei Übungsgruppen und wechselten nach 20 Minuten zum jeweils anderen Praxisteil. Annika Schleu zeigte den Gruppen jeweils einige Fechtgrundschritte, die auch einen Teil des Aufwärmprogramms für das Fechten bilden. Außerdem wurde uns durch die verschiedenen Fechtschritte die Technik des Fechtsports näher gebracht.

Bei Herrn Schellenberg führten wir Turnübungen auf Matten, besonders spezielle Vorwärtsrollen und Seitwärtsrollen aus.

Diese Trockenübungen sollten uns verdeutlichen, aus welchen Elementen ein Sprung vom Brett oder Turm bestehen kann. Zudem dienen diese Trockenübungen auch zur Übung und Verbesserung der Technik und des Ablaufs eines solchen Sprungs.

Abschließend bleibt festzustellen, dass wir als sportlich interessierte Schüler das Aufeinandertreffen mit zwei Olympioniken sehr spannend fanden. Einerseits war es uns möglich, Erfahrungen im Rahmen der Olympischen Spiele nachzuvollziehen. Andererseits konnte durch die Offenheit der Sportler viel Wissenswertes erfragt werden.

Ziel der Deutschen Olympischen Gesellschaft war es, die Werte der Olympischen Spiele wieder in den Vordergrund zu stellen. Die während des Treffens gemachten Erfahrungen spiegeln dies wieder, denn Annika Schleu und Tobias Schellenberg konnten diese Werte vermitteln.

N. Lenz / T. Gröschel / HM

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