Herder-Physiker holen den Bundessieg

von Carys

Julian Egbert, Arne Geipel und Matthias Grützner (10p) haben es geschafft. Aus den über 6000 Arbeiten, die ursprünglich in Deutschland angetreten sind, wurde ihre "Blume aus dem Wasserstrahl" als Sieger ausgewählt. Nachdem sie bereits im Regional- und Landeswettbewerb überzeugen konnten, setzten sie sich in der vergangenen Woche noch gegen 11 weitere hochklassige Projekte durch. Ihre auf einer Beobachtung beim Aufwaschen geborene Idee betrachtet das Muster, das beim Auftreffen eines Wasserstrahls auf eine rauhe Oberfläche entsteht. Ausgehend von einfachen physikalischen Prinzipien konnten sie die Entstehung und Form des Musters mathematisch exakt klären und präzise Vorhersagen für verschiedene Strömungsgeschwindigkeiten machen. Die wissenschaftlich fundierte Herangehensweise beeindruckte die Jury tief. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt aber nicht, da die drei zum European Union Contest for Young Scientists in Tallinn nominiert wurden.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Physik-Zusatzkurses und wir gratulieren den frischgebackenen Bundessiegern.

Auch der Tagesspiegel berichtete über den Sieg der Gruppe in einem Artikel.

Einen erste Reise führte die Gruppe nach Brüssel, davon berichten sie hier:

Nach unserem Bundessieg bei Jugend Forscht wurden wir (Arne Geipel, Matthias Grützner und Julian Egbert) von der Hessischen Landesvertretung zur Vorstellung unseres Projektes nach Brüssel eingeladen. Dort haben Arne und ich vier schöne (teilweise verregnete) Tage verbracht. Am ersten Tag gab es eine interessante Stadtführung durch Brüssel. Am nächsten Morgen ging es zum Joint Research Center in Geel. In dieser Forschungseinrichtung der EU durften wir unser Projekt auf Englisch vor einigen Wissenschaftlern vorstellen und wurden anschließend durch die Labore geführt, wo wir die Gelegenheit hatten, uns die Fachgebiete einiger Wissenschaftler etwas genauer anzusehen. Zum Abschluss des Tages wurden wir von der Hessischen Landesvertretung zu einem Essen eingeladen. Am dritten Tag ging es dann zum „Headquarter“ der Europäischen Kommission, wo wir ebenfalls einige Gespräche mit Politikern führen durften. Eine Tour durch die Gebäude, sowie der Ausblick aus dem 15. Stock waren ebenfalls ein Highlight. Nachdem wir anschließend unseren Projektstand in der Landesvertretung aufgebaut hatten, wurde uns die Gelegenheit gegeben, uns Brüssel etwas genauer anzusehen. So kam es, dass wir uns zum Wahrzeichen der Stadt, dem Atomium, begeben haben. Am Abend haben wir dann unser Projekt den eingeladenen Gästen in einem kurzen Vortrag (auf Deutsch) vorgestellt. Danach hatten die Gäste die Möglichkeit, sich die Stände anzusehen und sich das Projekt nochmal genauer erklären zu lassen. So kam es zu einigen interessanten Gesprächen zwischen den Gästen und uns. Zum Abschluss des Abends hatten wir einen wunderschönen Ausblick von der Dachterrasse der Landesvertretung auf das nächtliche Brüssel.

Julian Egbert

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